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Gerade unter Umweltpädagogen herrschte lange Zeit Skepsis gegenüber Bildungsansätzen aus dem Bereich Multimedia (siehe Diskussion). Steht doch der Computer für das genaue Gegenteil dessen, worum es in der Umweltbildung ging: die Entwicklung positiver Beziehungen zur Natur. Ging es doch gerade darum, Kinder und Jugendliche in die Natur zu führen, weg vom Mediengebrauch... Die ersten Projekte, die ich vor ca 15 Jahren mit einem Computercamp der Naturfreundejugend in der Eifel begann, machten schnell klar: Multimedia und Umweltbildung schließen sich nicht gegenseitig aus, nein, sie können ein ideales Paar darstellen, wenn ein paar Grundregeln berücksichtigt werden. So steht am Anfang eines Medienprojektes immer eine Exkursion in die Natur zu einem gemeinsam entwickelten Thema. Ausgerüstet mit Digitalkameras werden Fotos zu diesem Thema inszeniert. Diese sind das Material für Präsentationen, die mit verschiedenen Programmen erstellt werden. Eine der wichtigsten Erfahrungen ist das Zustandekommen des "Flow", wie der Medienpädagoge Prof. Dr. Franz Josef Röll es bezeichnet: Selbstständig arbeiten Kinder und Jugendliche an ihrer Produktion, recherchieren, diskutieren und gestalten. Die Entwicklung von Selbsttätigkeit in der Bildung ist mittlerweile eines der Ziele pädagogischer Arbeit mit Multimedia. Die gestalterische Arbeit mit Bildern und Bildwelten eröffnet ein weiteres Feld: Die Entwicklung einer Ästhetik unter dem ursprüglichen Verständnis von Ästhetik als sinnlicher Erkenntnis, wie es Baumgarten 1750 formulierte. Im Laufe der Jahre hat sich
aus der medienpädagogischen Praxis ein Konzept entwickelt, das einigen
Grundsätzen folgt: |
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